Vis-a-vis Bilanzieren: Veranstaltung von „trend. onlinezeitung“ am Di., d. 8. Nov. zur Geschichte des NaO-Prozesses und der NaO

Neue antikapitalistische Organisation. Musste das wirklich sein??

trend-Gespräch-Nr. 10 zu Programm & Organisation:

8. November 2016 um 19.00 Uhr
„K9“ – Kinzigstr. 9, 10245 Berlin-Friedrichshain
U 5: Samariterstr.; S-Bahnring: Frankfurter Allee; M 13: Scharnweber Str. – jeweils weniger als 7 Minuten Fußweg

Es diskutieren Michael Prütz und Detlef Georgia Schulze

moderiert von Karl-Heinz Schubert

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UPDATE: Antwort von TaP auf die NAO-Bilanz von Micha Schilwa, Edith Barthelmus-Scholich & Co-AutorInnen – jetzt auch mit Teil III

Bisher: Teil I

Konsequenz aus einem Irrtum: Noch tiefer rein in die Sackgasse

Zur NAO-Bilanz von Micha Schilwa, Edith Barthelmus-Scholich & Co-AutorInnen. Teil I

von TaP

http://naoprozessdoku.blogsport.eu/files/2016/08/replik_teil_i_s-4_korr.pdf

(fehlerhafte) .html-Version:

http://scharf-links.de/266.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=56986&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=5c31565764



Teil II:

SYKP und NAO: Pars pro toto
[Der Teil steht für das Ganze]

http://naoprozessdoku.blogsport.eu/files/2016/08/replik_teil_ii_korr.pdf

.html-Version:

http://scharf-links.de/266.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=57001&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=73dafbc11d



Teil III: weiterlesen

„…dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist.“

Zum Scheitern des NaO-Prozesses

von E. Barthelmus-Scholich, M. Englisch, L. Getschmann, H. Hilse, K. Koustas, M.Kuschnereit, Linus, Dr. Mattte, M. Neugroda, M. Schilwa, W. Schuhmacher, P. Sommer, M. Steglich, T. Thürmer

http://naoprozessdoku.blogsport.eu/files/2016/08/bilanz-b-b_u-korr.pdf

.html-Version:
http://scharf-links.de/266.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=56981&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=1aab7ab459

Die NaO und der Weg zu einer revolutionären Partei – eine Antwort auf RIO

Vor einigen Monaten veröffentlichte RIO eine Kurzbilanz der NaO, wo sie darlegen, woran diese ihrer Meinung nach gescheitert wäre und warum das Projekt letztlich immer schon vergebene Liebesmühe war.
Wie hatten damals keine Zeit zu antworten, da eine Diskussion und Auseinandersetzung mit RIO aufgrund der vielen programmatischen Differenzen für uns keine Priorität darstellen. Gleichwohl wollen wir darauf hinwiesen, dass wir für die nächste Ausgabe des „Revolutionären Marxismus“ eine ausführlichere Kritik an RIO und ihrer internationalen Strömung, der FT veröffentlichen werden. Hier nur eine kurze Replik.

Die NaO – ein (rechts-)zentristisches Projekt?

Wladek Flakin schreibt zu den Internationalismustagen 2016 der NaO: „Die NaO war ein Versuch, sehr unterschiedliche Strategien in einer Organisation zu verschmelzen – das Scheitern war vorprogrammiert… Die Hypothese, dass Revolutionär*innen mittels der Verwässerung ihres Programms und des Aufbaus ‚neuer antikapitalistischer’ Organisationen ihren Einfluss vergrößern können, hat sich als absolut falsch erwiesen… Unserer Meinung nach müssen sich Revolutionär*innen nicht unter Bannern des Reformismus oder Zentrismus, sondern eben als Revolutionär*innen gruppieren.“ (https://www.klassegegenklasse.org/die-nao-ist-gescheitert/), 15.2.2016.

Flakin und Oskar Huber bewerten in (https://www.klassegegenklasse.org/welcher-weg-zu-einer-revolutionaeren-partei/) vom 11.2.2016 die NaO als „Mitgliedsorganisation mit einem ausformulierten Programm“, das „tatsächliche Programm“ umfasse „nicht nur das zentristische NaO-Manifest, sondern die gesamte politische Praxis… Das größte Ergebnis, das die NaO erbracht hat, waren fruchtlose Programmdebatten, die in der Praxis eine politische Rechtsentwicklung der GAM nach sich gezogen haben.“

Eine inhaltliche Begründung, „Die NaO und der Weg zu einer revolutionären Partei – eine Antwort auf RIO“ weiterlesen

Manuel Kellners NaO-Bilanz: Viel Lärm und Nichts

http://naoprozessdoku.blogsport.eu/files/2016/08/kritik-an-m.k.-1-1.pdf

Quelle:
Eine am 04.07.2016 von den Autoren verschickte .doc-Datei der Autoren; von der Redaktion umgewandelt in .pdf und .png-Dateien. Eine .html-Version des Textes wurde am 12.07.2016 von der Gruppe Arbeitermacht (GAM) veröffentlicht: http://arbeitermacht.de/infomail/893/kellner.htm.

Die Neue antikapitalistische Organisation (NaO) ist aufgelöst – Woran ist sie gescheitert? von Manuel Kellner (isl)

Hervorgegangen ist die NaO aus der Initiative (im Jahr 2011) seitens einer örtlichen politischen Gruppe in Berlin, der SIB, um Michael Prütz, Michael Schilwa und Rouzbeh Taheri.

Vorbild war die französische NPA (Nouveau Parti Anticapitaliste), die von der vormaligen Sektion der Vierten Internationale in Frankreich (der LCR) ins Leben gerufen worden war. Mit großen Hoffnungen geboren, ist diese NPA doch sehr rasch gescheitert. Die NPA hat heute deutlich weniger Mitglieder als zuvor die LCR und ist vor allem auf Leitungsebene durch heftige Fraktionskämpfe gelähmt.

Diejenigen, die die Initiative zur Gründung der NaO in Deutschland ergriffen hatten, überschätzten die positive Dynamik der NPA Frankreichs. Doch auch unabhängig davon hatten sie Illusionen darüber, inwieweit eine solche Dynamik in Deutschland ausgelöst werden könnte. Anfangs sprachen die Initiatoren von Tausenden, die sich in ziemlich kurzer Frist in einer NaO organisieren könnten. Unrealistische Durchbruchserwartungen, ein gewisser Triumphalismus und ein entsprechender Propaganda-Stil stellten von Anfang an Schwächen des NaO-Projekts dar. „Die Neue antikapitalistische Organisation (NaO) ist aufgelöst – Woran ist sie gescheitert? von Manuel Kellner (isl)“ weiterlesen

Ende des NaO-Prozesses

Ziemlich genau fünf Jahre nach dem ersten Aufruf für ein Umgruppierungsprojekt links der Linkspartei geht der NaO-Prozess nun seinem Ende entgegen (Gemeinsamer Diskussions- und Organisierungsprozess zur Bildungen einer Neuen antikapitalistischen Organisation). Die offizielle Auflösung steht zu Redaktionsschluss noch aus, aber das Ende zeichnet sich bereits seit einer Weile ab. Es stellt sich die Frage: Was ist schief gelaufen? „Ende des NaO-Prozesses“ weiterlesen

NAO Berlin empfiehlt den anderen an der NAO Beteiligten, die NAO aufzulösen

Am 2. März 2016 wurde auf der Seite nao-prozesse.de unter der Überschrift Zum NaO-Prozess – Brief der NaO-Berlin an die Gruppen im NaO-Prozess ein – schon aus der Zeit von vor Mitte Februar 2016 stammender – Text veröffentlicht.

Dieser Brief ließ sich bisher nur teilweise rekonstruieren. In ihm hieß es u.a.:

„Seit der Verabschiedung des NaO-Manifests sind bald zwei Jahre vergangen, in denen die NaO als Prozess und Organisation die Möglichkeit hatte, sich weiterzuentwickeln. Seit Beginn 2014 gründete sich die NaO in Potsdam, Berlin, Kassel, Bremen, Stuttgart und Köln; in Hamburg und München gab es Anläufe zur Gründung.

Heute können wir im NaO-Prozess bestenfalls von einer Stagnation sprechen und schon dies wäre eine optimistische Formulierung. Im Aufbau einer Mitgliederorganisation, die links von der Linkspartei ihr Programm vertritt, ist die NaO gescheitert.

Es sind keine neuen Gruppen dazugekommen, die während des Prozesses Kontakt mit der NaO aufgenommen haben. In Berlin und Stuttgart stehen wir weiterhin mit Mitgliedsgruppen in Kontakt, aber die NaO hat keine Attraktivität und Dynamik entwickeln können, um ihre „Basis“ zu verbreitern. Stattdessen ist die Aktivität insgesamt seit Sommer 2015 nochmals runtergegangen, wie auch die Debatte innerhalb der NaO.“

Quelle: http://web.archive.org/web/20160326232739/http://nao-prozess.de/.

Micha Schilwa u.a. zitieren in indirekter Rede:

Selbst die Gründung (oppositioneller) Tendenzen habe nicht zu einer Wiederbelebung der politischen Debatte geführt.

Des weiteren hieß es wörtlich in dem ‚Auflösungs-Brief‘:

„Für den Niedergang der NaO sind unserer Meinung nach drei Faktoren ausschlaggebend:

a) Die relative Stabilität des deutschen Kapitalismus in den letzten Jahren“

Quelle (auch für die folgenden Zitate): http://www.trend.infopartisan.net/trd0316/t380316.html und http://scharf-links.de/266.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=55139&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=5808937c42

Folgende Sätze bildeten vermutlich Punkt b):

„Der zweite, zentrale Grund für die Stagnation der NaO ist in den politischen Differenzen zu sehen. Sie sind der Grund nicht nur für die numerische Stagnation“. „Während die einen eine Mitgliederorganisation wollten, wollten andere nur ein Netzwerk von Gruppen.“

Der folgende Satz bildete wahrscheinlich Punkt c):

„Die deutsche ‚radikale’ Linke selbst befindet sich in dieser Lage in Desorientierung, Rückzug und verweigert mehrheitlich eine politische Auseinandersetzung.“

Die Schlußfolgerung aus alledem war:

Es „für vernünftiger und für zukünftige Umgruppierungsprozesse zweckdienlicher [zu halten], den Prozess einvernehmlich zu beenden“.

„Wir schlagen vor, uns nach den Internationalismustagen am 14. Februar in Berlin zu treffen. Dort sollte das Ende des NaO-Prozesses erklärt werden, am besten mit einer gemeinsamen Erklärung.“

Des weiteren hieß es in dem Text:

„Wir denken, dass es trotz seines Scheiterns richtig war, das NaO-Projekt in Angriff zu nehmen. In seiner Geschichte konnte es sowohl inhaltlich einige richtige Positionen entwickeln (Manifest), positionierte sich auf einer internationalistischen Basis zur Ukraine, zur Solidarität mit dem kurdischen Volk, zum Klassenkampf in Griechenland. Aber die dabei auftauchenden politischen Differenzen paralysierten den NaO-Prozess zunehmend und untergruben auch seine Anziehungskraft nach außen.“

Das Ende des Textes bildete vermutlich folgende Passage:

„Wir schlagen vor, weiter gemeinsam politisch zu arbeiten bei:

a) bundesweiten, internationalen wie lokalen Mobilisierungen (Anti-Rassismus, Gewerkschaftsopposition, internationale Solidarität, Erster Mai),

b) Organisierung von Diskussionsforen zu grundlegenden Fragen der ArbeiterInnenbewegung und der Linken,

c) Fortführung der ‚Internationalismustage’ als eines strömungsübergreifenden, internationalistischen Diskussionswochenendes.“

http://naoprozessdoku.blogsport.eu/files/2016/07/reko_aufloesungsbrief.pdf


Ebenfalls zum Ende der NAO nahmen Stellung: „NAO Berlin empfiehlt den anderen an der NAO Beteiligten, die NAO aufzulösen“ weiterlesen

Erklärung zur Auflösung der Sozialistischen Kooperation

Im Januar 2008 fand in Berlin ein erstes Treffen mit 26 Personen statt, das die Zusammenfassung linkssozialistischer Gruppen anstrebte. Während 2 Personen aus ländlichen Gebieten stammten, kamen die anderen aus 6 größeren Städten.

Dort wurde die Idee geboren, eine Tagung zur 68er Revolte durchzuführen, die dann im September des Jahres mit über 100 Teilnehmer/innen in Gütersloh stattfand.

Es ging uns darum, nicht eine weitere linke Kleinstgruppe zu gründen, sondern eine Kooperation bereits bestehender Gruppen mit einem sozialistischen Selbstverständnis ins Leben zu rufen.

Damit sind wir aus zwei Gründen gescheitert: „Erklärung zur Auflösung der Sozialistischen Kooperation“ weiterlesen