Panta rhei (Alles fließt). Über Flußfischerei

Das Richtige (der Aufbau einer gemeinsamen revolutionären Organisation) muß auch gemacht und nicht nur propagiert werden

b) Wir sind der Überzeugung, RevolutionärInnen sollten statt an der Schaffung einer solchen „Übergangs-Organisation“ vielmehr an dem arbeiten, was sie für notwendig halten: nämlich an der Schaffung einer revolutionären Organisation. Auch an diesem Punkt stimmen wir völlig den GenossInnen der RSO zu: „Wir haben kein Interesse daran, linksreformistische Strukturen zu initiieren, wie es heute manche Organisationen aus der Tradition des Trotzkismus vorschlagen (etwa mit Losungen ‚für eine neue ArbeiterInnenpartei’). Wir denken, dass es möglich ist, in solchen Organisationen zu arbeiten, wenn sie bestehen, doch sehen wir keinen Sinn darin, selbst erst reformistische Organisationen zu initiieren, um dann in den von uns aufgebauten Organisationen für eine wiederum revolutionäre Politik argumentieren zu müssen – und Gefahr zu laufen, dass wir selbst, wenn wir uns nicht durchsetzen, eine neue Organisation gegründet haben, die sich dann den ‚Sachzwängen’ des Kapitalismus unterwerfen wird. Unser Focus sollte die Propagierung revolutionärer Positionen und der Aufbau revolutionärer Strukturen sein, denn nur diese sind ein Vehikel einer grundlegenden Veränderung.“

Wir haben dieses Zitat ja schon öfter angeführt. Leider haben wir von den VerfechterInnen der gegenteiligen Konzeption noch kein Gegenargument zur RSO-Position zu hören oder zu lesen bekommen.

c) Und was nun die GAM anbelangt, so würde wir uns schon freuen, wenn sich die GAM (wieder) für das einsetzen würde, was sie im Rahmen ihres Gleichzeitigkeits-Modells (in ihrem oben erwähnten Papier für die NaO-Sommer-Debatte) als Option 1 vorgeschlagen hatte:

„1. Der NAO-Prozess führt zu einer revolutionären Umgruppierung, d.h. zu einer Vereinheitlichung des NAO insgesamt (oder einzelner Gruppierungen) auf Grundlage eines gemeinsamen revolutionären Programms – und damit zu Schaffung einer größeren gemeinsamen Gruppierung/Organisation (selbst wenn diese noch keine Partei wäre).“ (http://www.nao-prozess.de/blog/workshop-a-2-mit-wem-und-zu-welchem-zweck-wollen-wir-uns-organisieren/)

Damals hatte die GAM vorschlagen, ihre Option 1 und ihre oben von uns kritisierte Option 2 gleichzeitig zu verfolgen. Wir halten das Gleichzeitigs-Modell aus den damals von DGS dargelegten Gründen für unpraktikabel und plädieren für einen (zeitlichen) Vorrang von Option 1. Die GAM ihrerseits scheint inzwischen Option 1 (revolutionäre NaO) stillschweigend fallengelassen zu haben und argumentiert im NaO-Prozeß nun nur noch für ihre Option 2 (das Modell nicht-revolutionäre „Übergangs-Organisation“). – Dies halten wir für eine Verschiebung der GAM-Position zum Schlechteren.