NaO Prozess am Wendepunkt

Vor gut zwei Jahren hatte die “Sozialistische Initiative Berlin” (damals “Sozialistische Initiative Schöneberg”) einen Vorschlag zur Bildung einer neuen anti-kapitalistischen Organisation veröffentlicht. Damit sollte ein Beitrag geleistet werden zur Überwindung der offenkundigen Schwäche der „subjektiv revolutionären“ Linken in Deutschland, wie sie sich in den Anti-Krisenbündnissen und sozialen Bewegungen manifestiert.

Die wenigen Bewegungen und größeren, bundesweiten Mobilisierungen sind hierzulande politisch dominiert vom linken Reformismus – einer Allianz von Linkspartei, Teilen des Gewerkschaftsapparates und attac. Um diesem politischen Block den Anschein einer vorwärts treibenden Kraft in Bewegungen zu geben, wird er nach links von den „post-autonomen“ Kräften – insbesondere von der „Interventionistischen Linken“ – abgesichert.

Für diese Kräfte hat sich die Frage einer einständigen politischen Organisierung auf einer revolutionären Klassenbasis – also das Ziel der Formierung einer revolutionären Arbeiterpartei – im Grunde erledigt. Damit erledigt sich naturgemäß aber auch die Schaffung einer organisatorischen und politischen Alternative zum Reformismus.

Dazu will und soll der NAO-Prozess eine Alternative bieten. Er ist ein, wenn auch noch verhaltenes, Echo der politischen Umgruppierungsprozesse, wie es sie in der europäischen und internationalen Arbeiterbewegung und Linken seit geraumer Zeit gibt.

Bilanz des letzten Jahres

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Dann doch lieber IL! – Eine Antwort an Micha Prütz

Es ist zu bezweifeln, ob im NaO-Prozeß überhaupt noch relevante Diskussionen geführt werden. Falls ja, werden diese relevanten Diskussionen jedenfalls nicht mehr hier im blog geführt, sondern hinter den Kulissen darüber, ob am Jahresende eine „Neue Antikapitalistische Organisation“ aus dem Boden gestampft werden soll und über einen Text mit dem hochtrabenden Titel „Programmatisches Manifest“. Aus diesem Grunde habe ich den Artikel von Micha Prütz vom 26. Juni erst jetzt gelesen, nachdem mir berichtet wurde, daß IL-GenossInnen ihn kommentiert haben. Je später der Abend (des NaO-Prozesses) desto wichtiger die GästInnen im hiesigen blog… – Aber kommen wir zunächst einmal zu dem Artikel von Micha. Der Artikel bietet eine gute Gelegenheit, einige Differenzen zu besprechen, die in den letzten Monaten im NaO-Prozeß zunehmend deutlich wurden und Ende April bereits dazuführten, daß ich nicht mehr Mitglied der SIB bin, der ich seit August 2011 angehörte.

[der folgende Text als .pdf-Datei]

1. Wer im Glashaus sitzt…

a) Betriebs- oder Stadtteilarbeit „Dann doch lieber IL! – Eine Antwort an Micha Prütz“ weiterlesen