Neue antikapitalistische Organisation. Muss das wirklich sein? (Selbstdarstellungsflugblatt zum NaO-Prozeß)

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Die post-1989er Linke ist ein postmoderner Sisyphus: Die Linke macht zwar eifrig Kampagnen-Begleitmusik zur Politik der Herrschenden – aber die politische Agenda bestimmen die Letzteren. So bleibt die Linke in der Haltung des kritischen Protestes (des Sagens, „das und das passt mir nicht“, um die klassischen Worte Ulrike Meinhofs zu verwenden) stecken. Allein schon die Frage, was wir denn tun müssten, um dafür zu sorgen, dass das, was uns nicht passt, „nicht länger geschieht“, lässt die meisten Linken erschrecken. – Im März des vergangenen Jahres wurde als Alternative zu strategieloser Kampagnen-Rödelei von der Sozialistischen Kooperation (SoKo) mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen der Aufbau eines „gesellschaftlich wahrnehmbaren antikapitalistischen Pols“ und von der Sozialistischen Initiativen Berlin (SIB) die Prüfung der Gründung einer neuen antikapitalistischen Organisation vorgeschlagen – das Wort „Partei“ wurde bewusst vermieden. Denn Wahlkampagnen statt Bewegungskampagnen wären der Weg vom Regen in die Jauche.

Seitdem ist ein Jahr vergangenen: Welche Begründung steht hinter den Vorschlägen? Wie verhalten sie sich zu den – in den letzten Jahren entstandenen, von autonomen Position beeinflußt – bundesweiten Bündnissen (Interventionistische Linke, Ums Ganze– und 3A-Bündnis)? Was ist nach einem Jahr Debatte aus den Vorschlägen geworden? Und: „Antikapitalismus“ – ist das nicht ein bisschen wenig?! „Neue antikapitalistische Organisation. Muss das wirklich sein? (Selbstdarstellungsflugblatt zum NaO-Prozeß)“ weiterlesen