Einige Anmerkungen zur gemeinsamen Erklärung von Nao und Arab über die Ukraine

Dies ist ein Diskussionsbeitrag einer isl-Genossin.

Liebe Genossinnen und Genossen, der Aufruf, den ihr am 25.Mai zur Ukraine herumgeschickt habt, ist geeignet, die Differenzen zur isl in dieser Frage zu vertiefen. Ich kann an dieser Stelle nicht auf alle Unrichtigkeiten und Halbwahrheiten eingehen, die darin enthalten sind. Ich beschränke mich auf wenige wesentliche Kritikpunkte: „Einige Anmerkungen zur gemeinsamen Erklärung von Nao und Arab über die Ukraine“ weiterlesen

isl und NaO-Prozess

Die isl stimmt dem vorliegenden Manifest-Entwurf als Grundlage für die weitere Diskussion zu, die damit öffentlich weitergeführt wird.
Die Bezeichnung als „Manifest“ passt nicht gut zu diesem Text. Er ist eher eine politische Erklärung, die die Übereinstimmung der Beteiligten in wichtigen Grundsatzfragen festhalten will.
Der Text hat Stärken und Schwächen. „isl und NaO-Prozess“ weiterlesen

Stellungnahme des Sekretariats der isl zum NAO-Prozess

1. Wir unterstützen die Zielsetzung, „zu einem organisierten Zusammenhalt zu kommen – und der ist alles andere als ‚fertig’“1, und dass es hier nicht um „eine Gründungserklärung für eine bundesweite NaO geht, sondern um einen ersten Schritt zu einer späteren Organisation“2.
In diesem Sinne unterstützen wir die geplante Gründung der NaO Berlin.

2. Wir kündigen einen Vorbehalt an: Aus unserer Sicht muss das Manifest sich klar für eine Zusammenarbeit mit den antikapitalistischen Kräften in der Linkspartei aussprechen, sonst sind alle Bekenntnisse zur Einheit überflüssig.

3. Ansonsten halten wir das Manifest für einen guten ersten Annäherungsschritt und unterstützen es in diesem Sinne.

4. Aus unserer Sicht weist es zwei große Schwachstellen auf: die Behandlung der Entwicklungen in der Arbeiterklasse (etwa zentrale Fragen wie die Entwicklung des Klassenbewusstseins, Arbeitszeitverkürzung, Konflikte zwischen Arbeit und Umwelt) und die Behandlung der EU und der Rolle Deutschlands darin sind ungenügend. Hier müssten Abschnitte neu formuliert werden.

5. Andere Kritikpunkte liegen im Rahmen der normalen Bandbreite von Differenzen.

28.9.2013

Quelle:
http://web.archive.org/web/20160410053321/http://nao-prozess.de/stellungnahme-des-sekretariats-der-isl-zum-nao-prozess/; vgl. http://theoriealspraxis.blogsport.de/images/Nicht_einmal_antikapitalistisch_ist_erst_recht_rev.pdf, S. 3, FN 7 – Hv. v. naoprozessdoku.

  1. http://naoprozessdoku.blogsport.eu/files/2016/07/13-12-15_nao_manifest.pdf, S. 4 – Hinweis d. Red. []
  2. ebd., S. 3; wörtlich dort: „Dieses Manifest ist keine Gründungserklärung für eine bundesweite Neue Antikapitalistische Organisation (NAO), sondern ein erster Schritt zu einer späteren Organisation.“ – Hinweis d. Red. []

Zwei kritische Anmerkungen zum Selbstdarstellungsflyer „Neue antikapitalistische Organisation. Muss das wirklich sein?!“

Zitat: „ … das Wort ,Partei‘ wurde bewusst vermieden. Denn Wahlkampagnen statt Bewegungskampagnen wären der Weg vom Regen in die Jauche.“

Das bedeutet vor allem, sich selbst etwas vorzumachen! Eine Initiative für eine „neue antikapitalistische Partei“  wäre nur dann sinnvoll, wenn diese neue Partei auch vorhätte, auch auf Wahlebene gegen die Partei DIE LINKE anzutreten. Derzeit wäre ein solches Vorhaben ziemlich lächerlich und alleine schon angesichts der Kräfteverhältnisse zum Scheitern verurteilt. „Zwei kritische Anmerkungen zum Selbstdarstellungsflyer „Neue antikapitalistische Organisation. Muss das wirklich sein?!““ weiterlesen

isl: Für eine antikapitalistische Linke!

Positionspapier der Erweiterten Koordination der internationalen sozialistischen linken (isl) zum NaO-Prozess

Beschlossen in Köln, 17. Juni 2012

Die Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise und die Entwicklung einer wirklich demokratischen Gesellschaft ist nur auf revolutionärem Weg möglich. Eine Revolution ist ein Prozess, in dem die Lohnabhängigen als übergroßer Teil der Bevölkerung die ökonomische und politische Mach übernehmen, als revolutionären Bruch die Macht des kapitalistischen Staatsapparates durch neue Institutionen der ‚Macht von unten‘ ersetzen und sozialistische Maßnahmen durchführen. Es ist ein Prozess der breitesten Selbstorganisation und Selbsttätigkeit. „isl: Für eine antikapitalistische Linke!“ weiterlesen