Unser Manifest muss auch die Herzen und nicht nur die Köpfe erreichen

Mir geht es in diesem Beitrag nicht um Programmatik oder „den Charakter der Epoche“ (obwohl dies natürlich auch rein muss), sondern um die Sprache, die wir in diesem Manifest benutzen.
Ich bin da ganz dicht bei Klaus:
Verständlich – ohne populistisch zu werden, „Unverkopft“ – ohne komplexe Zusammenhänge auszuklammern, Leidenschaftlich ohne Maulheldentum.
Alle, die sich jetzt „nach Hannover“ an die Manifest-Vorarbeiten machen, müssen sich immer wieder vor Augen halten, wen wir erreichen wollen:
Nicht ein paar hundert sowieso schon überzeugte RevolutionärInnen, sondern Tausende, die „durch sind mit dem Kapitalismus“ (‚Na endlich’-Papier) und Antworten / Angebote suchen.
Selbstverständlich werden sich zeitnah nur wenige von diesen „Tausenden“ einer NAO anschließen.
Die Kunst wird also u. a. darin bestehen, einerseits einen „großen Wurf“ zu wagen (wir wollen revolutionär und erfolgreich sein) und andererseits den Eindruck zu vermeiden, wir seien größenwahnsinnig geworden.

1. Überschrift

Die Überschrift ist wichtiger als manche glauben. „Unser Manifest muss auch die Herzen und nicht nur die Köpfe erreichen“ weiterlesen

“Übersetzen” ohne “Übersetzungsfehler” – zur Debatte um die NAO-Essentials

Auf der NAO-Sommerdebatte (und auch schon vorher) herrschte ja große Einigkeit, dass wir die „5 Essentials“ konkretisieren, besser formulieren, sozusagen „übersetzen“ müssen, damit auch Nicht-Politprofis verstehen, was wir wollen.
Und in der Tat:
„Einheitsfront von unten oder von oben“ – das verstehen in ganz Deutschland nur ein paar hundert Menschen.
Georgias “Übersetzungsversuch“ (‚Entwurf für eine Erklärung über die theoretisch-strategischen Grundlagen des NAO-Prozesses’) bringt uns da m. E. ein großes Stück weiter (ich komme gleich darauf zurück).

Zunächst aber zum Verhältnis von „Essential-Debatte“ und „Manifest-Debatte“. „“Übersetzen” ohne “Übersetzungsfehler” – zur Debatte um die NAO-Essentials“ weiterlesen

Nach der Sommerdebatte ist vor dem nächsten mutigen Schritt – Zu Tempo, Form, Breite und Praxis des NAO-Prozesses

Diese Wortmeldung ist eine (etwas ausführlichere) Verschriftlichung meines Beitrages auf dem Schlussplenum der Sommerdebatte.

TEMPO

Der NAO-Prozess wandelt auf einem recht schmalen Grat.

Einerseits besteht die Gefahr des „closed shops“ bzw. dass auch nur dieser Eindruck entsteht.

Real ist beim NAO-Prozess natürlich fast gar nichts fix oder „closed“, die „5 Eckpunkte“ sind nicht mehr als „grobe Leitplanken“, aber eben auch nicht weniger.

Entscheidend ist aber nicht, wie wir uns selber wahrnehmen, sondern wie wir von außen gesehen werden.

Jedem Eindruck, hier ginge es nur noch darum, einem „fertigen“ Projekt beizutreten oder nicht, müssen wir hartnäckig widersprechen – jede(r) „Neue“ kann Grundlagen, Charakter und „Gesicht“ einer künftigen NAO mitprägen.

 

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