Eine kleine Frage an unsere Mit-LeninistInnen: NAO Prozess OHNE theoretische Anstrengung – geht das?

Einleitung

Ich möchte in diesem Beitrag noch mal kurz zusammenfassen, was der “linke Flügel” (des NAO Prozesses) unter “revolutionärer Organisierung” versteht; dadurch wird auch der Unterschied zur “breiten NAO” und zum “Fischteich-Modell” klarer werden. „Eine kleine Frage an unsere Mit-LeninistInnen: NAO Prozess OHNE theoretische Anstrengung – geht das?“ weiterlesen

Die NAO als „Übergangsorganisation“ = fishing for new members für die „Miniparteien“

wie vielleicht einige genossInnen wissen, gibt es in england etwas ähnliches wie hier den NAO prozess (antikapitalistische initiative): http://anticapitalists.org/

dieses projekt wurde von einer gruppe ehemaliger mitglieder der Workers Power (schwesterorganisation der GAM) tendenz in england initiiert. ursprünglich war auch WP selbst an dieser initiative beteiligt. aufgrund „taktischer“ differenzen kam es aber zu einer spaltung. aus anlass dieser spaltung schrieb die L5I (liga für die 5. internationale): „Die NAO als „Übergangsorganisation“ = fishing for new members für die „Miniparteien““ weiterlesen

Leninistischer Parteiaufbau oder programmatische Versatzstücke für (Pseudo)“Breite“

Zur Kritik der Thesen der GAM zum ehemaligen Netzwerk Linke Opposition

nachdem DG neulich ein interessantes zitat der GAM zum NLO ausgegraben hatte, bin ich jetzt zufällig auf diese thesen zur NLO aus dem jahre 2007 gestossen, die meines erachtens einen direkten bezug zur gegewärtigen (debatten)situation im NAO prozess haben. die methodik, die die GAM seinerzeit gegenüber dem NLO hatte, scheint jetzt 1 zu 1 auch für die NAO in anschlag gebracht werden zu sollen.

nachdem die “nachteile” des kapitalistischen systems (weitgehend korrekt, allerdings werden die möglichkeiten der krisenbewältigung als auch die fähigkeit zu erneuter konjunktureller prosperität wohl unterschätzt) aufgeführt werden, heisst es in den thesen:

“In dieser Situation ist Bildung einer neuen politischen Kraft der Arbeiterbewegung, einer sozialistischen Partei dringend geboten. Ohne eine solche Partei, die eine strategische Orientierung in den Kämpfen bietet,die es ermöglicht, die Kämpfe gegen die aktuellen Angriffe mit dem Kampf für soziale Befreiung, für eine sozialistische Gesellschaftsordnung zu verbinden, drohen auch die kommenden Abwehrkämpfe in Vereinzelung, Isolierung und Zersplitterung zu enden – so, wie die Aktionen in den letzten Jahren immer wieder endeten.”

dieser “logische schritt” ist doch etwas “sprunghaft”.

a) die politische situation ist ja gerade deswegen für “linke” so prekär, WEIL “die arbeiterbewegung” als “historisches subjekt” nicht (oder nur noch rudimentär) existiert.1 „Leninistischer Parteiaufbau oder programmatische Versatzstücke für (Pseudo)“Breite““ weiterlesen

  1. die gruppe RIO spricht in diesem zusammenhang von der “krise der proletarischen subjektivität”. dies lässt zwar einen ziemlichen interpretationsspielraum zu, ist aber auf jeden fall ein deutlicher fortschritt gegenüber denjenigen, die glauben, trotzkis formel von der “krise der proletarischen FÜHRUNG” sei 1 zu 1 auf die HEUTIGE situation übertragbar. []

Vorüberlegungen für ein programatisches Manifest des NAO Prozesses

obgleich ich nach wie vor annehme, dass der entwicklungsstand im NAO prozess die erstellung eines manifests inhaltlich eigentlich nicht anraten lässt, gehe ich davon aus, dass so ein manifest von der mehrheit im prozess stark gewünscht wird.

da es bislang ausser den überlegungungen von Klaus und den beiden kommentaren von DGS 6. September 2012 um 11:03] und systemcrash [6. September 2012 um 11:33] zu diesem thema nichts weiter gibt1, „Vorüberlegungen für ein programatisches Manifest des NAO Prozesses“ weiterlesen

  1. auch der artikel des gen. Schilwa geht nicht INHALTLICH auf das manifest-projekt ein, sondern hält nur eine “parallele arbeitsweise” von essentialdebatte und manifesterstellung für möglich. WIE er sich das KONKRET vorstellt, sagt er aber auch nicht. []

Thesen zur Verflechtung von Kapitalismus und „Patriarchat“

Die folgenden Thesen erschienen am 25.08.2012 unter der Adresse http://www.nao-prozess.de/blog/thesen-zur-verflechtung-von-kapitalismus-und-patriarchat/; ihr hiesiger Wortlaut wurde von dort übernommen, wobei sich nicht mehr feststellen ließ, ob der an letzterer Stelle vorhandene Anhang auch schon bei der Erstveröffentlichung bei nao-prozess.de enthalten war und wie der dortige Diskussionsverlauf war.

die folgenden thesen sind der NAO essential(programm)-debatte [siehe statt dessen jetzt dort] (speziell der „antagonistischen orientierung“) geschuldet und beruhen zum teil auf formulierungen von DGS, was ich jetzt aber nicht extra kenntlich gemacht habe.

these 1: Die Lohnabhängigen sind die Klasse, für die eine Überwindung des Lohn-Arbeits-Kapital-Verhältnisses (der kapitalistischen Produktionsweise) die meisten Vorteile bringen würde; auf Grund ihrer zahlmäßigen Größe und ihrer Stellung im modernen Produktionsprozeß ist sie zugleich die Klasse, die über den strategischen hebel verfügt, eine solche systemtranszendenz auch wirklichkeit werden zu lassen.

these 2: Der Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital ist aber nicht das einzige Herrschaft- und Ausbeutungsverhältnis in (post)modernen Gesellschaftsformationen. Patriarchat und Rassismus sind relativ eigenständige, aber heute mit den Mechanismen der kapitalistischen Produktionsweise verflochtene Herrschafts- und Ausbeutungsformen; sie können nicht „Thesen zur Verflechtung von Kapitalismus und „Patriarchat““ weiterlesen