Widerstände Europas vereinigt euch! Für ein Europa von Unten!

Schuldenkrise und Krise des Kapitalismus überlagern sich

Die Regierungen und Massenmedien Griechenlands, Europas und der Welt versuchen ihrer Bevölkerung tagein und tagaus einzureden, dass die Schuldenkrise die Ursache aller aktuellen Probleme sei und dass diese durch eine strenge Sparpolitik zu bewältigen sei und danach wieder Normalität zurückkehren würde. Das ist ein doppelter Schwindel. „Widerstände Europas vereinigt euch! Für ein Europa von Unten!“ weiterlesen

Bericht über die Veranstaltung vom 14. Juni

Es herrscht ein SOZIALER KRIEG in Europa! Es ist wie bei einem sich aufbauenden Orkan, der immer grössere Teile der lohnabhängigen Bevölkerung mit sich ins Elend reisst. Und die Regierungen egal ob bürgerlich oder sozialdemokratisch werden mit jedem Tag sozial, politisch wie polizeilich gewalttätiger. Hunger mitten in Europa, Schliessung der gesamten öffentlichen Fernseh- und Radioanstalten über Nacht, 5000 verletzte DemonstrantenInnen in der Türkei, Arbeitslosigkeit von 60% der Jugend in Spanien und Portugal, polizeiliches Zusammenschlagen der Blockupy Bewegung in Frankfurt. Dinge geschehen, die von den meisten noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten worden wären. Der soziale Krieg wird auch in Deutschland schon sehr bald deutlich spürbarer werden.

In diesem Tenor wurde die Grossveranstaltung des Diskussionsprozesses für die Gründung einer “Neuen antikapitalistischen Organisation” in Berlin am 14. Juni eröffnet von Charles-André Udry, aktiv in den linken Strömungen in Syriza, Olivier Besancenot der NPA in Frankreich, Raquel Varela, Historikerin aus Portugal und Erdugrul Kürkcü, einem alten revolutionären Kämpfer aus der aufständischen Türkei. Anwesend waren 300 Personen. „Bericht über die Veranstaltung vom 14. Juni“ weiterlesen

Die Dauerkrise der revolutionären Linken …und die “breite” NaO als möglichen Ausweg

Marx’ Satz: Die Philosophen haben bisher die Welt nur interpretiert, es kommt aber darauf an sie zu verändern, könnte mensch nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts folgendermassen aktualisieren: Die subjektiven Revolutionäre haben durch ihre Abgehobenheit die Welt bisher nur interpretiert, sie haben es nicht verstanden sich als Kraft aufzubauen und haben damit auch nichts in der Welt verändert.

Die nichtstalinistische revolutionäre Linke, im Zuge des Niedergangs der Russischen Revolution um 1922 entstanden und in der 68er Bewegung sich weltweit neu formierend, hat historisch versagt. Das Schönreden dieses Versagens durch das nicht enden wollende Lamento über die objektiv schwierigen Umstände muss aufhören und der Analyse der Ursachen und Umstände Platz machen, die in den letzten neunzig Jahren dazu führten, dass zahlreiche Gelegenheiten zu signifikanten Verschiebungen des Kräfteverhältnisses zu Gunsten von revolutionären Veränderungen verpasst worden sind – nicht durch objektive Widrigkeiten, sondern durch subjektive Fehler und Unzulänglichkeiten. Revolutionäre Prozesse, die nicht mit riesigen objektiven Schwierigkeiten konfrontiert wären, gab es nie und wird es auch in Zukunft nicht geben.

Trotzki zum Beispiel verpasste zwischen 1922-1924 mindestens fünf Male exzellente Gelegenheiten zur Zurückdrängung des stalinistischen Aufstiegs, die trotzkistische POUM im vorrevolutionären Spanien 1935/36 mit 5000 Mitgliedern verpasste es zu einer Partei mit 100’000 Mitgliedern zu werden, „Die Dauerkrise der revolutionären Linken …und die “breite” NaO als möglichen Ausweg“ weiterlesen